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Schwingschleifer – Welches Schleifpapier?

Das wichtigste Modul eines Schwingschleifers ist die Schwungplatte. In der Regel rechteckig geformt, wird sie beim Schleifvorgang in schwingende kreisförmige Bewegungen versetzt. Auf der Schwungplatte ist das Schleifpapier befestigt. Mit dem Kauf eines Schwingschleifers muss man sich entscheiden, ob man Schleifpapier an einer Klemmvorrichtung oder mittels eines Klettverschlusses befestigen möchte. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Bei einem Klettverschluss nutzen sich die Kletthäkchen sehr schnell ab, wodurch die Haftstabilität der Klettbeschichtung rasch nachlässt.

Zudem ist Schleifpapier in der Klettverschluss-Version meist teurer als andere Produkte und mit Blick auf den vorhandenen Schwingschleifer extrem herstellerabhängig. Für Geräte mit einer Klemmbefestigung können alle Arten von Schleifpapier benutzt werden. Hier ist dann alllerdings oft die Bedienung umständlicher, wobei sich das Schleifpapier schnell und leistungsmindernd lockern kann.

Das richtige Schleifpapier passend zum EinsatzgebietBosch Schwingschleifer PSS 250 AE

Gut geeignet ist ein Schwingschleifer für die Bearbeitung großer und gerader Holzoberflächen, wie Fußböden, Türen oder Schränke. Auch Lacke lassen sich mit dieser Maschine bequem und einfach abschleifen. Selbst Polierarbeiten auf den Materialoberflächen können mit einem Schwingschleifer optimal durchgeführt werden.

Eine wichtige Rolle bei der Auswahl des richtigen Schleifpapieres spielt in allen genannten Einsatzgebieten die richtige Körnung. Zu Beginn der Arbeit benutzt man in der Regel grobkörniges Schleifpapier, dass für einen schnellen Abrieb sorgt, aber auch minimale Riefen hinterlässt.

In der Folge wählt man immer feineres Schleifpapier bis hin zur geringsten Körnung.

Das richtige Material für gutes Schleifpapier

Makita BO3711 SchwingschleiferBesondere Aufmerksamkeit bei der Beschaffung von Schleifpapier für den Schwingschleifer sollte man neben der Stärke der Körnung auf das Material legen, aus dem die Schleifmittelkörner hergestellt sind. Beste Ergebnisse erzielt man mit einer harten und scharfen Körnung. Deshalb werden heute vorwiegend synthetische Materialen benutzt, wie Aluminiumoxid oder Siliciumcarbit. Zudem sind diese auch haltbarer als beispielsweise Quarzsand oder Schmirgel.

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl des richtigen Schleifpapieres ist die Streudichte der Schleifkörner auf dem Trägerpapier. Benutzt man Schleifpapier mit einer sogenannten offenen Streuung, die durch größere Abstände zwischen den einzelnen Schleifkörnern entsteht, dann kommt es besonders bei Weichhölzern wie Kiefer oder Fichte nur sehr langsam zum Verstopfen.

Im Gegensatz zu einer geschlossenen Streuung, mit der speziell bei Harthölzern oder Furnieren ein besserer Oberflächenschliff erreicht wird.

Wie fein das Schleifpapier sein sollteSkil Schwingschleifer 7347 AA

Zum Abschleifen von Holz wird sinnvollerweise nur Schwingschleiferpapier mit einer Körnung bis zu 180 angeboten. Gerade für die Bearbeitung rohen Hölzer reicht dies in den meisten Fällen aus. Besonders auf sehr grobporigen Werkstoffen setzt sich der Staub bei zu feinem Schleifpapier sehr schnell in den Poren ab, was der Oberflächenbehandlung nicht gerade gut tut. Anders geht man mit einem Zwischenschliff zwischen einzelnen Öl- oder Lackgängen um. Hier ist eine Körnung zwischen 240 und 320 ideal. Intensiver verhält sich der Abschliff von Farblacken auf Holzmaterialien.

Hier wird entsprechend der Lackhärte sehr fein geschliffen und ggf. anschließend nachpoliert.

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